Junge Migrantinnen und Migranten auf dem Weg in die Selbstständigkeit
Auf die Idee kommt es an, lautete das Motto des Geschäftsideenwettbewerbs, den der gemeinnützige Berliner Verein LOK e.V. der junge Menschen in die Selbstständigkeit begleitet, im vergangenen Jahr ausgeschrieben hatte. Angesprochen wurden junge Menschen mit Migrationshintergrund in den Berliner Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln....
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Berliner Abendblatt vom 20.12.2006 - Schüler entwickelten Geschäftsideen
... und einige werden sicher auch umgesetzt - EU-Gelder ermöglichten Wettbewerb "IDEE 06"
Ausgabe Neukölln als PDF
Ausgabe Friedrichshain als PDF
Ausgabe Kreuzberg als PDF
Berliner Abendblatt vom 29.11.2006 - 5 Fragen an Maria Kiczka-Halit Zum Projekt: Neue Märkte 45+
Im Rahmen der EU-geförderten EQUAL-Partnerschaft "Generations - Berlin integriert Erfahrung" bringt die Existenzgründergesellschaft LOK.a.Motion das Projekt "Neue Märkte 45+" auf den Weg.
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Tagesspiegel vom 12.11.2006 - Erste Hilfe für Gründer
Mehr als 80 Prozent aller Start-ups halten sich tapfer am Markt – trotz langer Durststrecken
Seit Cindy Villmann ihre Ich-AG gestartet hat, ist sie häufig unterwegs. Nach einer Ausbildung zur Fotografin und neun Monaten Arbeitslosigkeit besorgte sich die 25-Jährige im letzten Jahr eine teure Profikameraausrüstung und gründete das Ein-Frau-Unternehmen „Art Session“. Abgesichert durch die Förderhilfe übernimmt sie seitdem die Dokumentation von Messeauftritten, macht Referenzfotos für Promotion-Agenturen oder hält betriebliche Feiern in Bildern fest.
Wie Cindy Villmann bezogen zum Oktober diesen Jahres 14 273 Berliner das Fördergeld der Ich-AG, 3443 profitierten von der Alternative Überbrückungsgeld. Beide Maßnahmen dienen dem Zweck, Arbeitslosengeldempfängern eine eigene berufliche Existenz zu ermöglichen. Soweit man das bisher beurteilen kann, geht diese Rechnung auf: Eine Untersuchung der Arbeitsagentur zeigt, dass weniger als ein Fünftel der Geförderten das Projekt „Existenzgründung“ vorzeitig beenden, die überwiegende Mehrheit hält sich tapfer am Markt. Die Gründe für einen Abbruch sind mannigfaltig. Eine Umfrage der Arbeitsagentur enthüllt aber zumindest das Hauptmotiv: Über 57 Prozent der Abbrecher gaben wegen Auftragsmangel auf, immerhin 40 Prozent retteten sich in einen anderen Job.
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Ethnotrade Nr. 19 / Herbst 2006 - Auf die Idee kommt es an!
Unterstützen Sie neue Ideen und spenden Sie ein Preisgeld!
Sich auf den Weg in die Selbstständigkeit zu machen, scheitert bei vielen Menschen schon an der Entwicklung eigener und innovativer Ideen. Bei anderen hingegenan vermeintlich mangelnder Schulbildung. Doch all das kann und darf kein Hindernis sein, sich seinen eigenen Weg im Berufsleben zu suchen, meinen die Mitarbeiter der Berliner Organisation LOK. LOK steht für den gemeinnützigen LOK e.V. und die LOK.a.Motion Gesellschaft zur Förderung lokaler Entwicklungspotenziale mbH.
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Berliner Abendblatt vom 20.09.2006 - Ideen eine Chance - Bezirksprojekt hilft Kreativen
Prenzlauer Berg. Susanne Schnur geht zufrieden durch ihren Kinderbuchladen. Das „Schneeseekleerehfee“ in der Pappelallee hat sich seit seiner Eröffnung im Dezember 2004 gut entwickelt. „Kinder fühlen sich hier wohl“, so Schnur. Im „Lesesaal“ werden den Kleinen Märchen erzählt oder spannende Geschichten vorgelesen. Und die Eltern können derweil entspannt eine Tasse Kaffee trinken.
Susannes Schnurs Buchladen ist im Rahmen einer Existenzgründungsinitiative des Bezirksamtes Pankow und der LOK.a.Motion GmbH entstanden. Die Initiatoren helfen beim Erstellen eines Business-Plans und stehen betreuend bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsideen zur Seite.
Solch einer Idee entsprang auch der Modeladen „Unter der Sonne Kaliforniens“. Labelgründerin Sandy Hill führte das Geschäft seit 2003 zunächst in der Danziger Strasse, bevor sie im November 2005 in den Kiez am Helmholtzplatz umzog. Heute schneidert sie gemeinsam mit zwei Teilhabern die liebevollen Einzelstücke und verkauft sie eigenhändig im Laden in der Stargarder Strasse. „Unsere Kunden sind vor allem Akademiker-Muttis mit Kindern“, bemerkt Sandy Hill. Häufig kämen aber auch Jüngere und am Wochenende seien es sowieso vor allem Touristen, die die Geschäfte bevölkern.
Einen stetig wachsenden Kundenkreis können auch Jörg Lipskoch, Arne Siemeit und Christoph Voy vom Foto-Studio I-Shot in der Raumer Straße 31 verzeichnen. Ganz ohne Werbe-Etat beziehen sie ihre lokale Bekanntheit vor allem aus Mundpropaganda. Ihr individuelles Können an der Kamera ist auch bei Zeitungen und Theatern gefragt.
Unterdessen erfreut sich ihre Laufkundschaft am guten Service. „Wir gehen direkt auf die Wünsche unserer Kunden ein“, sagt Christoph Voy. „In diesem Sinne sind wir wohl klassische Dienstleister.“
Ob Buchladen, Label oder Foto-Studio: Ohne professionelle Beratung wäre wohl keinem der Einstieg in die Selbstständigkeit so gut gelungen – und die Aufnahme horrender Kredite erspart geblieben. „Das Existenzgründer-Programm hat unsere Vorstellungen auf ein realistisches Fundament gestellt“, erkennt Jörg Lipskoch von I-Shot rückblickend. Es habe immer einen Ansprechpartner gegeben, der einem bei der Verwirklichung seiner Ideen ermutigt.
SiR
Berliner Woche Lokale Ausgabe Prenzlauer Berg vom 13.09.2006 - Einstieg in die Selbstständigkeit
150. Unternehmensgründung gefeiert
Prenzlauer Berg. Die 150. Unternehmensgründung, die vom Netzwerk Gründerunterstützung Pankow der Gesellschaft LOK.a.Motion begleitet wurde, wird am 31. August um 18 Uhr mit einem Rückblick und einem Ausblick auf nächste Projekte in den Beratungsräumen an der Stargarder Straße 10 gefeiert.
Beim Netzwerk Gründungsunterstützung Pankow handelt es sich um ein von der EU gefördertes Gründungsbegleitsystem, das seit viereinhalb Jahren Unterstützung beim Start in die Selbstständigkeit leistet. „Unsere Zielgruppe sind Menschen ohne feste Arbeit, die eine Geschäftsidee, aber kaum finanzielle Mittel haben“, so Marlies Moelders, die das LOK.a.Motion-Büro in Prenzlauer Berg leitet.
Marlies Moelders bietet dabei eine ganzheitliche Betreuung an. Ist der Unternehmer in spe beispielsweise in puncto Buchführung noch nicht fit, wird er in einen entsprechenden Kurs vermittelt. Weiß er nicht, wie man einen Businessplan erstellt, nimmt er an entsprechenden Seminaren teil oder erhält eine Einzelberatung.
In einer Erstberatung checkt Marlies Moelders aber erst einmal ab, wie ernst es dem Betreffenden mit seiner Geschäftsidee ist. „Wir weisen aber niemanden ab, auch wenn seine Idee noch so unrealistisch klingt“, so die Beraterin. „Sollte die Idee nicht umsetzbar sein, findet das der Betreffende während der Begleitung selbst heraus.“
Für das Gründungsbegleitsystem von LOK.a.Motion scheint Prenzlauer Berg wie geschaffen. Gerade hier gibt es viele junge Leute mit schon recht ausgereiften Geschäftsideen, an denen aber noch weiter gearbeitet werden muss. „Vielen fehlt einfach die Strukturen für das weitere Vorgehen bei der Gründung“, weiß Marlies Moelders aus ihrer Beratungspraxis. „Sie wissen nicht, wo sie beim Aufbau ihres Unternehmens anfangen sollen. Woher auch. Viele kommen aus dem kreativen Bereich und hatten noch nie etwas mit Marketing oder Buchführung zu tun.“
Es gab bislang Ideen für neue Modeboutiquen, Designerbüros, Naturheilpraxen, Event-Cafés, Galerien.
BW
Weitere Informationen unter fon: 44 71 80 43 und im Internet unter www.lok-berlin.de.
die tageszeitung vom 06.09.2006 - Die mutigeren Deutschen
Selbstständigkeit ist für Migranten oft der einzige Weg aus der Arbeitslosigkeit - aber ein Erfolgsrezept für Integration
VON EDITH KRESTA
Schöneberg-Nord: Nicht gerade die beste Gegend, eher etwas diffus und heruntergekommen in bester zentraler Lage zwischen Ku'damm und Potsdamerplatz. Den Schuhmacher an der Ecke führt ein Ukrainer, seit 26 Jahren. Auch das Nagelstudio auf der gegenüberliegenden Seite wird von einer Ukrainerin betrieben. Es ist ihr zweiter Laden innerhalb von drei Jahren. Der Kioskbesitzer ist Iraner; das Café ein paar Meter weiter gehört einem jungen Paar, zweite Generation, türkische Eltern - der halbe Globus hat hier einen Laden. Die Inhaber stammen aus Bosnien dem Libanon, Iran, Russland, Spanien und Indien. Selbst den Bioladen um die Ecke betreibt ein Deutscher türkischer Herkunft.
Das Dienstleistungsgewerbe im Kiez geht mehr und mehr in Migrantenhand. Für den Politologen Ahmet Ersöz, der seit 20 Jahren in der Beratung für Selbstständige arbeitet, erfolgt Integration über den Arbeitsmarkt. "Wir reden bei Integration immer über Sprache lernen und Bildung - das ist wichtig, aber der Schlüssel zur Integration ist es, im Arbeitsprozess zu sein, Anerkennung zu haben und sich dadurch eine eigene Identität aufzubauen." Das bietet die Selbstständigkeit. Mit guten Folgen: "Meine Erfahrung ist, dass auch die Kinder solcher Gewerbetreibenden später erfolgreiche Geschäftsleute werden. Diese Kinder haben Vorbilder, sie bringen es weiter", sagt Ersöz.
Allgemeine Zeitung vom 02.06.2006 - Erfahrung lehrt fliegen - Ausstellung für Existenzgründer
MAINZ "Blickwechsel" und "Perspektive-Chancengleichheit" - das sind zwei Ausstellungen des EU-Projektes "Equal", die in diesem Monat im Mainzer Rathaus zu sehen sind. "Equal" fördert Existenzgründungen in Europa durch Netzwerke.
VON GABI RÜCKERT
"Chris Chris" ist die Geschäftsidee von Christiane Krüger. Sie verkauft frivol verträumte Mode in die ganze Welt. Christian Strahlmann betreibt einen Reiterhof mit 30 Pferden. Er ist erst 24 Jahre alt. Und René Kausmann backt zwar kleine Brötchen, dafür kommt die Kundschaft aus dem Umkreis von 50 Kilometern und steht samstagsmorgens Schlange. Diese Geschichten von Existenzgründern zeigt die gestern eröffnete Ausstellung "Blickwechsel - Mut macht flügge, Erfahrung lehrt fliegen: von der Idee zur eigenen Firma."
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Der Tagesspiegel vom 04.06.2006 - Abschied von der Ich-AG
Wer sich selbstständig machen will, sollte durchstarten: Am 30. Juni läuft das Förderinstrument aus
VON DOROTHEA SCHMIDT
Selber Hosen, Röcke und Kleider zu entwerfen und im eigenen Laden zu verkaufen, das war schon immer Friederike Lorenz’s Traum. Mit Starfly, ihrem eigenen Modelabel, hat sie ihn erfüllt. Der kleine Laden im Prenzlauer Berg in der Nähe des Helmholtzplatzes ist eine Ich-AG. Vorne verkauft die 30-Jährige ihre Kollektion, hinten in der Schneiderwerkstatt wird genäht und entworfen. Friederike Lorenz ist einer von etwa 400 000 Menschen, die seit Beginn des Förderprogramms vor dreieinhalb Jahren eine Ich-AG gegründet haben. In diesen Wochen können die letzten Anträge für den Existenzgründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, wie die Förderung offiziell heißt, gestellt werden. Das Programm läuft am 30. Juni aus. Wer aus der Arbeitslosigkeit heraus noch mit staatlicher Unterstützung seine eigene Firma gründen will, sollte sich also beeilen.
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Frankfurter Rundschau 16.11.2005 - Von der Idee zum eigenen Laden
Die Berater von "Enterprise" helfen jungen Arbeitslosen auf dem Weg in die Selbstständigkeit VON JESSICA CLAIRE REISS
Ihre Zielgruppe haben die beiden Frauen ganz genau gekannt: Denn sie gehörten selbst dazu. Bevor sich die Berlinerinnen Liane Miebs, 35, und Madelon Dimmerling, 32, mit ihrer eigenen Geschäftsidee selbstständig machten, hatten beide vergeblich einen Job gesucht. Mit ihren kleinen Kindern waren sie für die meisten Arbeitgeber zu un-flexibel. Also machten die Mütter aus der Not eine Tugend und schafften sich selbst einen Arbeitsplatz, zu dem sie ihre Kinder mitbringen können: ihr "Cafe Tide - Gastro mit Kind". Auf den ersten Blick unterscheidet sich das in warmen Rottönen gehaltene Cafe nicht von anderen - allein der Untertitel verrät das Besondere: Hier können Eltern Kaffee trinken, während ihre Kinder im Cafe spielen - wohl einmalig in Berlin.
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Tagesspiegel vom 26.06.05 - Förderung der Existenzgründer
Das Förderprojekt "Enterprise" will sein Engagement für junge Unternehmensgründer ausweiten. Wie die Organisatoren mitteilen, wurde der Zugang zu Mikrokrediten erleichtert. Dazu schloss Enterprise einen exklusiven Kooperationsvertrag mit der Berliner Volksbank ab. Das Projekt wird vom Senat und der Europäischen Union unterstützt und richtet sich vor allem an junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen.
Berliner Woche vom 06.07.05 - Café und Spielplatz
Eltern-Kind-Gastronomie "Tide" eröffnet in der Schreinerstraße
Friedrichshain. Rosa (drei Monate alt) schaut zunächst interessiert. Willig lässt sie sich in den Arm nehmen und auf den Tresen setzen. Später hat sie aber genug und beginnt zu quengeln.
Spätestens jetzt wäre in einem herkömmlichen Restaurant wohl der Moment für erste Gästebeschwerden gekommen. Nicht so im Eltern-Café "Tide" in der Schreinerstraße. Das hat vor einigen Tagen eröffnet und ist eine Mischung aus Kaffeehaus und Spielplatz. An der Theke gibt es nicht nur Getränke, sondern auch Spiele oder einen Plüschhasen. In der Ecke befindet sich ein Kletterhaus. Auf dem Kühlschrank hat ein Holzroller seinen "Parkplatz" gefunden.
Eigentlich haben Liane Miebs (35) und Madelon Dimmerling (32), die Besitzerin dieses etwas anderen Gastrobetriebs,vor allem an die Mütter und Väter gedacht. Die sollen nämlich hier in Ruhe einen Kaffee trinken, sich unterhalten oder lesen, während sich ihre kleinen beschäftigen.
Etwas erstaunlich, dass auf so eine Geschäftsidee bisher noch niemand gekommen ist, finden Liane Miebs und Madelon Dimmerling. "Die Erfahrung zeigt, dass man in normalen Lokalen mit Kindern meist schnell unangenehm auffällt", sagen die beiden Mütter. Rückenwind und Hilfe bekamen sie vor allem durch die Existenzgründer-Initiative "Enterprise". Die fördert angehende Geschäftsleute mit speziellen Seminaren und hilft etwa beim Erstellen eines Businessplans. 276 neue Kleinbetriebe sind bisher im Zusammenwirken mit Enterprise in Berlin zustande gekommen, gut ein Drittel davon in Fiedrichshain-Kreuzberg. Dort gibt es im Rahmen des europäischen Förderprogramms "Equal" auch Unterstützung des Bezirks.
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