LOK. Berlin - Zentrum für Existenzgründungen LOK.a.Motion

Grünes Licht – Gründer treffen Profis

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Durchführende Organisation: 
LOK.a.Motion GmbH

Laufzeit des Projektes: 

12.2004 bis 12.2006

Lokaler Bezug: Bezirk Pankow, Quartiere Helmholtzplatz und Falkplatz

Förderung:

Programm Soziale Stadt   
Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Inhalte: Netzwerkaufbau

Ein vorrangiges Ziel von grünes licht war, im Prenzlauer Berg eine Gründerszene zu etablieren, in der sich die Beteiligten mit ihrem Stadtteil und dem Gewerbestandort identifizieren und auch dementsprechend einbringen.

Mit dem Wissen, dass ohne Unterstützung ein Teil der Gründer/innen innerhalb der ersten zwei, drei Jahre vor dem Aus stehen, war es notwendig, regionale, auf die speziellen Erfordernisse am Mikrostandort abgestimmte Maßnahmen zur Verbesserung der Überlebensfähigkeit von Existenzgründer/innen in Gang zu setzen und über einen gewissen Zeitraum hinweg zu begleiten.

grünes licht war ein Projekt mit speziellen Angeboten, das in offener und kommunikativer Form die Vernetzung von Unternehmer/-innen ermöglicht hat und in Gruppen- wie Einzelgesprächen auch auf individuelle Probleme der Teilnehmer/innen eingehen konnte. grünes licht war somit eine ideale Ergänzung zu den vorhandenen Möglichkeiten des individuellen Coaching, der Nachbegleitung von Enterprise Berlin, der GSUB oder den über die Agentur für Arbeit angebotenen Beratungen, da hier Workshops in speziellen Fachgebieten angeboten wurden, die selten oder gar nicht während der Existenzgründungsphase in bezahlbarer Form auf dem freien Markt zur Verfügung stehen.

Die Partner des Projektes haben sich in hervorragender Weise an der Kommunikation des in dieser Form bisher einzigartigen Projektes beteiligt. Das Vorhaben, lokale Ressourcen zu aktivieren und Vertrauen untereinander zu schaffen, ist in vollem Umfang realisiert worden. Allen Partnern des Projektes war bewusst, dass sich der Ortsteil Prenzlauer Berg im Bezirk Pankow durch eine große, junge und kreative Gründerszene auszeichnet, bei der finanzielle Rücklagen und hohes Betriebskapital jedoch nur in Ausnahmefällen vorhanden sind. Von daher war ein Projekt dieser Art allen Beteiligten sehr willkommen.
Aufgrund des schnell gewonnenen großen Bekanntheitsgrades wurde grünes licht über die Bezirksgrenzen hinaus beachtet und wirkte so als ein Modellprojekt, das Schritte aufzeigte, wie im Rahmen von public private partnership die Bestandssicherung von jungen Unternehmen praxisbezogen erfolgen kann und somit ein Beitrag zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft insgesamt geleistet werden kann.
Die Zusammenarbeit zwischen der Projektorganisation und den Partnern war ein großer Erfolg - insbesondere der Aufbau eines Netzwerkes von Fachleuten im Bereich Beratung und Coaching, das sich die Weiterführung des Projektes auch nach der Förderphase zur Aufgabe gemacht hat.

Stimmen aus der Praxis
Grafikdesignerin Gabriele Zygor war zwar schon einige Zeit am Markt, hatte sich aber noch einmal mit neuem Konzept und in neuer Konstellation selbstständig gemacht. In ihrem Kiosk-Büro-Galerie-Treffpunkt „Supalife Kiosk“ verkauft sie handgemachte Bücher, Siebdrucke, liebevoll gestaltete Accessoires kleiner Label und stellt jeden Monat junge Berliner Grafikkünstler aus. Das heißt, dass sie sich neben der Kundenberatung, dem Grafikdesign und der Künstlerrecherche auch noch intensiv um die vorbereitende Buchhaltung und Öffentlichkeitsarbeit kümmern muss. Sie hatte zwei grünes licht - Workshops besucht. `Steuern und Buchhaltung´ und `Mit meiner Zeit in Balance bleiben´. Besonders wohltuend empfand sie die entspannte und konstruktive Atmosphäre: „Ich habe da viele unterschiedliche Leute getroffen, mit superschönen Projekten“ sagt Gabriele Zygor. „Es ist sehr beruhigend zu erleben, dass man nicht alleine ist mit seinen Problemen und sich nicht irgendwie dämlich anstellt. Alle haben am Anfang mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen“.

grünes licht bündelte viele sich ergänzende Kompetenzen. Anette Shala bot den Workshop zum individuellen Zeitmanagement an. Sie war begeistert von der Idee des Geben und Nehmen: „Ich kann auch meine eigenen Erfahrungen bei der Gründung weitergeben, denn im Rückblick sieht man die Hürden auf dem Weg viel besser“. So profitierten junge Gründerinnen und Gründer von den Profis, wurden unterstützt und damit ermutigt, selber zu unterstützen.

Initiiert wurde grünes licht von Irene Eikmeier und Marlies Moelders, beide Expertinnen zum Thema Gründung.

Irene Eikmeier die das Projekt leitete, brachte ihre Erfahrungen aus der Leitung der Projekte WerkStart (Gewerberaum für innovative Geschäftsideen 2003-2004 – www.werkstart.net), Schöner November (seit 2001), kreative fusion (2005 www.kreative-fusion.de) und der Gründung der Initiative der Gewerbetreibenden im Quartier Helmhotzplatz (seit 2001) mit ein.

Marlies Moelders leitete von 2002 bis 2007 das lokale Beratungsbüro von Enterprise Berlin mit Sitz im Service Info Treff in der Stargarder Straße 10.

 

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